Milliarden allein schaffen keinen Investitionsaufschwung

Das Geschäftsklima hellt sich auf, doch für einen kräftigen Investitionsaufschwung fehlt bislang das überzeugende Signal. Die IKB warnt deshalb vor enttäuschenden Wachstumswirkungen des Sondervermögens. Der Einwand ist berechtigt – ihre Argumentation greift an entscheidenden Stellen jedoch zu kurz.

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CSU Parteitag: Söder will den Bürgern zuhören – jetzt müssen Ergebnisse folgen

Markus Söder verspricht auf dem CSU-Parteitag mehr Bürgernähe. Damit greift er ein zentrales Problem der etablierten Parteien auf: den schwindenden Glauben vieler Menschen, dass Politik ihre Sorgen noch ernst nimmt. Doch eine neue politische Erzählung allein verändert keine Lebensverhältnisse. Entscheidend ist, ob daraus konkrete Ergebnisse entstehen.

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Mittelstandspolitik ist keine Gutsherrenpolitik

Christian von Stetten, der Parlamentskreis Mittelstand und die politische Vernunft Die Soziale Marktwirtschaft war einmal das ordnungspolitische Fundament der CDU. Sie verband unternehmerische Freiheit mit gesellschaftlicher Verantwortung und wirtschaftliche Interessen mit sozialem Ausgleich. Gerade der Parlamentskreis Mittelstand (PKM) sollte diese Tradition verkörpern. Doch sein Vorsitzender Christian von Stetten wirft mit seinem konfrontativen Politikstil die Frage auf, ob der Union dieses Verständnis zunehmend verloren geht.

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Deutschland AG – als wirtschaftliche Verantwortung noch ein gemeinsames Anliegen war

Deutschland braucht mehr als Wachstum, Deregulierung und immer neue Reformversprechen. Es braucht die Wiederentdeckung einer wirtschaftlichen Kultur, in der Unternehmer, Arbeitnehmer und Politik unterschiedliche Interessen vertreten, aber gemeinsam Verantwortung tragen. Die Geschichte der Deutschland AG zeigt, was verloren ging – und was wir heute neu schaffen könnten.

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Deutschland kann abbuchen – aber warum kann es seinen Bürgern kein Geld überweisen?

Deutschland kennt seine Bürger erstaunlich gut, wenn es darum geht, Geld von ihnen zu bekommen. Steuer-ID, Einkommensteuer, Grundsteuer, Sozialabgaben, Gebühren – der Staat findet den Bürger. Will er ihm aber schnell und unbürokratisch Geld zurückgeben, beginnt plötzlich die Suche nach der Kontoverbindung. Die aktuelle Debatte über einen möglichen Tankrabatt legt damit ein Problem offen, das weit über Benzinpreise hinausgeht: Wie handlungsfähig ist ein Staat, der Geld zuverlässig einziehen, aber nicht ebenso zuverlässig auszahlen kann?

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Braucht Merz Nachhilfe in sozialer Marktwirtschaft?

Friedrich Merz will die Vergesellschaftung großer privater Wohnungsbestände durch Bundesgesetz verhindern. Damit stellt er den Schutz von Investoren über die offene Prüfung eines Instruments, das unser Grundgesetz ausdrücklich vorsieht. Deutschland hat einen anderen Anspruch: Wirtschaftliche Freiheit und soziale Verantwortung gehören zusammen. Wer diese Verbindung aufkündigt, beschädigt das Fundament unserer Republik.

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Ist Pantisano ein Partisano in der Linkspartei?

Deutschland braucht in seiner angespannten Lage demokratische Solidarität von der Mitte bis links. Jan van Aken machte die Linke dafür wieder ansprechbarer. Sein Nachfolger Luigi Pantisano gefährdet diesen Gewinn durch politisch unreife Gleichsetzungen. Doch auch die Bundes-CDU muss sich fragen lassen, ob das Festhalten an alten Ausschlussbeschlüssen noch verantwortbar ist. Politik muss man mit dem Hirn machen.

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Demokratie verteidigen heißt: Deutschland aus der Erstarrung holen

Nicht jede Rede Frank-Walter Steinmeiers hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Seine Ansprache zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen verdient Aufmerksamkeit: Der Bundespräsident warnte vor der Zerstörung demokratischer Grundlagen und forderte zugleich politische Selbstkritik. Eric Gujer sieht in der NZZ die Krise der Volksparteien als Chance für eine Erneuerung. Beide Beiträge führen zu einer unbequemen Frage: Wie konnte eine Republik, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit sozialem Zusammenhalt verband, so viel Vertrauen und Gestaltungskraft verlieren?

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Politik muss man mit dem Hirn machen

Demokratie ist anstrengend. Sie verlangt, Interessen auszugleichen, Grenzen anzuerkennen und Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen. Wer dagegen verspricht, alles werde gut und alles sei möglich, verkauft die Illusion einer Politik ohne Zumutungen. Am Tag der Deutschen Einheit sollten wir darüber sprechen, wie viel Urteilskraft unsere Demokratie braucht – und wie wenig manche Wahlwerbung davon verlangt.

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Die große Entbürokratisierung: Eine Krankenversicherung für alle

Friedrich Merz hat ausgesprochen, was die Union jahrzehntelang nicht auszusprechen wagte: Das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung ist zu einem Gerechtigkeitsproblem geworden. Dafür verdient der Bundeskanzler Anerkennung. Dass sein eigenes Kanzleramt schon wenige Stunden später zurückruderte, zeigt allerdings, wie schnell die Verteidiger der bestehenden Apparate ihre Reihen schließen. Merz sollte sich davon nicht beirren lassen. Wer Deutschland wirklich entbürokratisieren will, darf vor den kostspieligen Parallelstrukturen des Gesundheitswesens nicht haltmachen.

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