Berichten, was ist – nicht, was klickt
Wie deutsche Medien aus der Empörungsfalle kommen und der Demokratie wieder dienen können
Wie deutsche Medien aus der Empörungsfalle kommen und der Demokratie wieder dienen können
In stabilen Demokratien entsteht politische Willensbildung idealerweise aus einem Dreiklang: gesellschaftliche Diskussion, journalistische Beobachtung, parlamentarische Entscheidung. Doch dieses Gleichgewicht gerät zunehmend unter Druck. Nicht durch eine große Verschwörung, sondern durch strukturelle Veränderungen der Medienlogik, der politischen Kommunikation und der digitalen Öffentlichkeit.
Dass Arbeitgebervertreter die Bundesarbeitsministerin während ihrer Ausführungen ausgelacht haben, ist mehr als nur ein schlechter Moment – es ist ein politisches Signal. Dieses Verhalten ist respektlos gegenüber einer gewählten Regierungsvertreterin und damit letztlich auch gegenüber allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, deren Interessen sie zu vertreten hat.
In der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zeigt sich seit einiger Zeit ein Spannungsfeld, das
bezeichnend für viele Parteien ist: Eine neue Generation tritt selbstbewusst auf, nutzt Social Media, sucht Sichtbarkeit – und bewegt sich dabei oft zwischen politischem Gestaltungswillen und persönlicher Selbstdarstellung.
>Deutschland steht vor einer rentenpolitischen Herausforderung – aber weniger vor einer Krise als vor einer strategischen Entscheidung. Die Beispiele aus Österreich, der Schweiz, Skandinavien und den Niederlanden zeigen: Es gibt funktionierende Modelle in Europa. Doch keines davon lässt sich eins zu eins auf Deutschland übertragen
In Deutschland wird wieder heftig über die Rente gestritten – diesmal nicht nur zwischen den klassischen Parteien, sondern auffallend laut unter den jüngeren politischen Lagern. Die Junge Union (JU) kritisiert die geplanten Rentenreformen als Belastung für kommende Generationen. Die Jusos hingegen fordern eine noch stärkere gesetzliche Absicherung – inklusive Pflichtbeiträgen für Beamte, Selbstständige und Abgeordnete.
Im Koalitionsvertrag steht es schwarz auf weiß: Bürgerinnen und Bürger sollen zu aktiven Mitgestaltern der Energiewende werden. Das klingt nach Aufbruch – nach Photovoltaik auf dem Dach, Speichern im Keller, Energy Sharing in der Nachbarschaft und digital gesteuerten Netzen.
Im Netz der Mächtigen: Wie wir unsere digitale Freiheit zurückgewinnen Es gibt Entscheidungen, die nicht aus Trotz, sondern aus einer stillen Form der Selbstachtung entstehen. Eine davon habe ich getroffen: Ich verzichte bewusst auf soziale Medien – und künftig auch auf Google als Suchmaschine. Nicht aus Technikfeindlichkeit, sondern aus dem Bedürfnis nach digitaler Hygiene – nach einem klareren, saubereren Verhältnis zur Informationswelt, in der ich lebe.
Google dreht an Stellschrauben der Webnutzung: In der Suche erscheinen KI-Antworten und zusätzliche Boxen; im Chrome-Ökosystem werden Erweiterungen durch neue Regeln technisch enger geführt. Für viele wirkt das wie eine Vormundschaft über das offene Web – mit Folgen für Mittelstand, Publisher und Nutzer
Big Tech muss weg – aber wie? Google, Facebook, Apple, Amazon, Microsoft – sie bestimmen, was wir sehen, wissen, kaufen und glauben. Fünf Konzerne kontrollieren rund 80 Prozent des globalen digitalen Werbemarktes, beherrschen 95 Prozent der Suchanfragen und dominieren Cloud-, Kommunikations- und KI-Infrastrukturen