Wie man mit Parolen das Denken eines Volkes kapert

Alice Weidel und Tino Chrupalla sind nicht dumm. Gerade das macht ihre Sommerinterviews so aufschlussreich. Beide wissen, dass eine Parole schneller in die Köpfe gelangt als ein Argument. Also reduzieren sie komplizierte Zusammenhänge auf Feindbilder, verdächtige Zahlen und scheinbar einfache Lösungen. Weidel gibt die eiskalte Rechnerin, Chrupalla den Mann mit dem gesunden Volksempfinden. Das Ergebnis ist dasselbe: Politik wird nicht erklärt, sondern emotional eingespritzt.

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Führt der Bankrotteur Trump auch die USA in den Bankrott?

Donald Trump war nie ein erfolgreicher Unternehmer im klassischen Sinne. Sein eigentliches Geschäftsmodell bestand darin, Größe zu inszenieren, Risiken mit fremdem Geld zu finanzieren und Verluste auf Banken, Geschäftspartner oder Investoren abzuwälzen. Nun verfährt er mit den Vereinigten Staaten ähnlich. Einen förmlichen Staatsbankrott wird das Land vermutlich vermeiden können. Doch der wirtschaftliche und institutionelle Schaden kann kaum geringer sein.

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Deutschland ohne Kompass: Welche Geschichte will Merz eigentlich erzählen?

China hat eine Erzählung. Die USA haben eine. Russland ebenfalls. Deutschland dagegen diskutiert über Wachstum, Steuern, Rente, Energie, Migration, Verteidigung und künstliche Intelligenz – ohne daraus ein Bild davon zu entwickeln, wie dieses Land in zehn oder zwanzig Jahren aussehen soll. Genau darin liegt vielleicht die größte Enttäuschung über die Regierung Merz: Es fehlt nicht an Maßnahmen. Es fehlt das Ziel, das sie miteinander verbindet.

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Informationsfreiheit auf dem Rückzug – Wer den Bürgern weniger Einblick gewährt, schafft mehr Misstrauen

Transparenz ist kein Luxus, sondern das Fundament der Demokratie Es gibt politische Vorhaben, die weit über eine technische Gesetzesänderung hinausreichen. Die Pläne der Bundesregierung zur Einschränkung des Informationsfreiheitsgesetzes gehören dazu.

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Ein leerer Stuhl reicht nicht als Wirtschaftspolitik

Die Wirtschaftsministerin fehlt beim Tag der offenen Tür – das eigentliche Problem liegt tiefer Wenn an diesem Wochenende Bundeskanzler, Ministerinnen und Minister ihre Türen für Bürgerinnen und Bürger öffnen, fällt ein leerer Platz besonders auf: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche wird nicht dabei sein.

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Zehn Jahre Brexit: Wenn nationale Illusionen wirtschaftliche Realität werden

Der Brexit war ein politisches Versprechen auf mehr Freiheit, weniger Bürokratie und neue Handelschancen. Zehn Jahre später zeigt sich: Für Großbritannien wurde der EU-Austritt zum wirtschaftlichen Verlustgeschäft – und auch Deutschland zahlt mit sinkenden Exporten einen Preis.

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