Spritpreise und Ordnungspolitik: Warum Österreich der bessere Lehrmeister ist

Deutschland beruft sich gerne auf die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft. Doch ausgerechnet bei einem so sensiblen Bereich wie den Spritpreisen zeigt sich: Der ordnungspolitische Anspruch und die Realität klaffen auseinander. Ein Blick nach Österreich macht deutlich, dass es auch anders geht – marktwirtschaftlich, aber mit klaren Regeln.

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Betrachtungen nach den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz: Politik ohne Kompass?

Warum einfache Antworten so gefährlich sind – und warum der Mittelstand jetzt Klarheit einfordern muss „Politik muss man mit dem Hirn machen.“ Dieser Satz klingt selbstverständlich. Und doch beschreibt er das zentrale Problem unserer Zeit: Politik wird immer weniger rational verstanden – und immer stärker emotional entschieden. Die Wahlergebnisse in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind dafür ein deutliches Signal. Sie zeigen keine „Dummheit“ der Wähler, sondern eine wachsende Orientierungslosigkeit in einem politischen System, das seine Richtung nicht mehr überzeugend erklärt.

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Reiche und Lambrecht – zwei Fälle politischer Fehlbesetzung?

Die Personalie Katherina Reiche wird inzwischen nicht mehr nur unter dem Gesichtspunkt der Konzernnähe diskutiert. Zunehmend geht es um eine grundsätzlichere Frage: War ihre Berufung ins Wirtschaftsministerium eine politische Fehlentscheidung? Der Vergleich mit Christine Lambrecht drängt sich auf – nicht weil beide Fälle identisch wären, sondern weil in beiden Ressorts am Ende derselbe Eindruck entstand: Ein Schlüsselministerium wurde personell nicht so besetzt, wie es die Lage des Landes eigentlich verlangt hätte.

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Netzpaket und EEG-Novelle: Droht der Energiewende ein Angriff auf ihre mittelständische Basis?

Mehr als 440 Organisationen aus Bürgerenergie, Solarwirtschaft und dezentraler Energiewende warnen vor dem geplanten Netzpaket der Bundesregierung. Was auf den ersten Blick wie eine technische Debatte über Netze, Einspeisung und Redispatch aussieht, ist in Wahrheit ein ordnungspolitischer Richtungsstreit: Bleibt die Energiewende ein Projekt breiter Eigentumsstrukturen, kommunaler Initiativen und mittelständischer Investoren – oder wird sie schrittweise in Richtung weniger kapitalstarker Großakteure verschoben?

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Digitale Souveränität beginnt im Rathaus – warum Kommunen ihre IT zurückerobern müssen

Während Deutschland über digitale Souveränität auf Bundesebene diskutiert, entscheidet sich die tatsächliche Unabhängigkeit oft auf kommunaler Ebene. Städte und Gemeinden verwalten Millionen sensibler Daten – von Bauakten über Sozialleistungen bis zu Vertragsunterlagen. Doch viele dieser Informationen liegen bis heute in Systemen internationaler Technologiekonzerne. Erste Kommunen suchen nun gezielt nach Alternativen.

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„Buy European“: Europas Industriepolitik erwacht – aber unter Zeitdruck

Europa steht wirtschaftspolitisch an einem Wendepunkt. Angesichts hoher Energiepreise, wachsender globaler Konkurrenz und einer zunehmend strategischen Industriepolitik in den USA und China diskutiert die EU-Kommission neue Instrumente zur Stärkung der europäischen Industrie. Der geplante „EU Industrial Accelerator Act“ sowie Überlegungen zu „Buy European“-Regeln zeigen: Die Europäische Union beginnt, wirtschaftspolitisch umzudenken.

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Freelancer-Kompass 2026: Hohe Eigenvorsorge, geringe Planungssicherheit – ein Standortproblem

Hintergrund & Analyse Freelancer übernehmen ihre soziale Absicherung in großer Eigenleistung – und fühlen sich dennoch politisch und rechtlich auf unsicherem Terrain. Neue Vorab-Ergebnisse aus dem Freelancer-Kompass 2026 zeigen: Nicht mangelnde Vorsorge ist das Problem, sondern mangelnde Planungssicherheit. Besonders die Regeln zur Scheinselbstständigkeit und der Umgang mit Statusfragen wirken als Wachstumsbremse für eine projektbasierte Wissensökonomie – und damit auch für viele Mittelstandsunternehmen als Auftraggeber.

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Was Reiche muss lernen: Energiepolitik gehört ins Netzwerk – nicht in die Gutsherrenlogik

Kommentar & Analyse Wer Energiepolitik weiterhin „auf Gutsherrenart“ oder in „großen Einheiten“ denkt, arbeitet gegen die Realität des Systems. Die Energiewende ist längst ein Netzwerk aus Millionen Anlagen, flexiblen Verbrauchern, Speichern und regionalen Knoten. Das muss auch eine Bundeswirtschaftsministerin verstehen – sonst wird aus Modernisierung eine neue Abhängigkeit.

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Dach-PV unter Druck: Wer von Kürzungen der Einspeisevergütung besonders betroffen wäre

Eine Schwächung der Einspeisevergütung für kleine Photovoltaik-Dachanlagen ist kein technisches Detail. Sie verschiebt Risiken und Renditen – weg von privaten Eigentümern und mittelständischen Betrieben, hin zu Akteuren mit Skalenvorteilen. Regional wäre der Effekt klar: Bayern und Baden-Württemberg stünden im Zentrum der Bremse, Nordrhein-Westfalen folgt – während Brandenburg trotz hoher PV-Gesamtleistung wegen vieler Freiflächenanlagen anders betroffen ist.

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EEG-Novelle 2026: Wird die Energiewende wieder zentralisiert?

Ein geleakter Referentenentwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sieht die Streichung der Einspeisevergütung für kleine Photovoltaik-Dachanlagen vor. Was technisch nach Effizienz klingt, könnte ordnungspolitisch eine Verschiebung im Energiesystem bedeuten – zulasten von Bürgern, Mittelstand und dezentraler Eigentumsbildung.

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