Droht der CDU das Schicksal der Democrazia Cristiana?

CDU im Schatten der Geschicht

Politik & Gesellschaft

Die CDU ist erstmals in ihrer Geschichte aus einem deutschen Landtag ausgeschieden. In Mecklenburg-Vorpommern erreicht sie nur noch 4,9 Prozent, während die AfD mit 38,2 Prozent stärkste Kraft wird. Auch in Berlin verliert die Union deutlich. Damit erhält eine Frage neue Aktualität: Kann eine christdemokratische Volkspartei ihre gesellschaftliche Integrationskraft verlieren, wie es einst der italienischen Democrazia Cristiana geschah? Der historische Vergleich führt unmittelbar zur Auseinandersetzung mit der AfD und zu der Frage, welche Bedeutung die Soziale Marktwirtschaft für die Zukunft der CDU noch besitzt.

Mecklenburg-Vorpommern: Ein historischer Einschnitt

Am 20. September 2026 ist eingetreten, was in der Geschichte der Bundesrepublik bisher undenkbar schien: Die CDU ist nicht mehr in jedem deutschen Landesparlament vertreten. Das vorläufige amtliche Endergebnis in Mecklenburg-Vorpommern zeigt eine grundlegende Veränderung der politischen Kräfteverhältnisse. Die AfD erreicht 38,22 Prozent, die SPD 35,5 Prozent. Die Linke kommt auf 6,54 Prozent, die Grünen auf 5,67 Prozent. Die CDU scheitert mit 4,89 Prozent an der Fünfprozenthürde. Auch das BSW bleibt mit 4,83 Prozent außerhalb des Landtags.

Die CDU verliert gegenüber 2021 rund 8,4 Prozentpunkte und sämtliche zwölf bisherigen Landtagsmandate. Die AfD steigert ihren Zweitstimmenanteil von 16,7 auf 38,2 Prozent. Dabei hatte die CDU bei der ersten Landtagswahl nach der Wiedervereinigung 1990 noch 38,3 Prozent erreicht. 2026 sind davon 4,9 Prozent geblieben.

Auch die Berliner Abgeordnetenhauswahl zeigt erhebliche Veränderungen. Die CDU fällt von 28,2 auf 18,8 Prozent, während die Linke mit 25,7 Prozent stärkste Kraft wird. Die AfD erreicht 16,3 Prozent. Die Ergebnisse beider Länder sind unterschiedlich. In Mecklenburg-Vorpommern gewinnt die AfD, in Berlin die Linke. Gemeinsam ist ihnen der deutliche Stimmenverlust der CDU.

Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern wurde zudem stark auf die Auseinandersetzung zwischen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der AfD zugespitzt. Das erschwerte der CDU die Darstellung eines eigenständigen politischen Angebots. Der Verlust der parlamentarischen Vertretung in Mecklenburg-Vorpommern ist deshalb mehr als eine Niederlage einer Landespartei. Er wirft die Frage nach der gesellschaftlichen Verankerung der Christdemokratie auf.

Das italienische Lehrstück: Der Untergang der Democrazia Cristiana

Fast ein halbes Jahrhundert war die Democrazia Cristiana (DC) die bestimmende politische Kraft Italiens. Sie vereinte Unternehmer und Arbeitnehmer, Katholiken, Konservative, wirtschaftsliberale und sozial orientierte Bürger. Ihre Stärke beruhte darauf, unterschiedliche gesellschaftliche Interessen in einer gemeinsamen politischen Organisation zusammenzuführen. Doch Anfang der 1990er-Jahre zerfiel dieses politische Integrationsmodell. Der Kalte Krieg war beendet, traditionelle gesellschaftliche Bindungen hatten sich abgeschwächt, Korruptionsskandale erschütterten das Vertrauen in die etablierten Parteien. Neue politische Kräfte übernahmen Teile der bisherigen Wählerschaft.

Die Korruptionsermittlungen von Mani pulite brachten ab 1992 ein System illegaler Parteienfinanzierung ans Licht und beschleunigten den Zusammenbruch des italienischen Parteiensystems. Die DC ging 1994 in ihrer bisherigen Form unter. Der spätere Aufstieg Silvio Berlusconis war nicht die alleinige Ursache dieses Zusammenbruchs. Er wurde durch die vorausgegangene Krise des italienischen Parteiensystems ermöglicht.

Die historische Parallele zur CDU besteht nicht in einer vergleichbaren Korruptionskrise. Sie liegt in einer anderen Entwicklung: Eine Volkspartei kann ihre gesellschaftliche Integrationskraft verlieren, wenn traditionelle Bindungen schwächer werden und unterschiedliche Teile ihrer Wählerschaft neue politische Angebote finden.

Die AfD und die Frage nach dem politischen Konzept

Die AfD ist längst mehr als eine vorübergehende Protesterscheinung. Ihr Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern zeigt, dass sie in Teilen Ostdeutschlands eine breite Wählerschaft erreicht. Daraus folgt allerdings nicht, dass sämtliche ihrer Wähler ihre wirtschafts- und außenpolitischen Vorstellungen teilen. Die AfD besitzt ein schriftliches Parteiprogramm. Sie fordert Steuersenkungen, Bürokratieabbau, eine restriktive Migrationspolitik, die Rückverlagerung europäischer Kompetenzen auf die Nationalstaaten und eine grundlegende Veränderung der deutschen Russlandpolitik.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob die AfD überhaupt politische Forderungen formuliert. Sie lautet, welche wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen deren Umsetzung hätte. Gerade für den Mittelstand ist die Unterscheidung zwischen politischer Forderung und praktischer Umsetzung von Bedeutung. Wer Bürokratieabbau verspricht, muss erklären, welche Vorschriften entfallen sollen. Wer niedrigere Energiepreise fordert, muss darlegen, wie Versorgungssicherheit und internationale Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet werden. Wer nationale Souveränität betont, muss beantworten, welche wirtschaftlichen Entscheidungen Deutschland allein treffen kann und welche internationale Zusammenarbeit voraussetzen.

Diese Fragen gelten für alle Parteien. Sie sind jedoch besonders aufschlussreich beim Vergleich zwischen CDU und AfD, weil beide wirtschaftliche Freiheit und Soziale Marktwirtschaft für sich beanspruchen, daraus aber unterschiedliche politische Konzepte entwickeln.

Ludwig Erhard: Was bedeutet Soziale Marktwirtschaft heute?

Die CDU verfügt über eine wirtschaftspolitische Tradition, die eng mit Ludwig Erhard verbunden ist. Die Soziale Marktwirtschaft sollte wirtschaftliche Freiheit, Wettbewerb, gesellschaftliche Teilhabe und soziale Sicherheit miteinander verbinden. Ihr Anspruch war nicht, den Markt sich selbst zu überlassen, sondern eine Ordnung zu schaffen, in der wirtschaftliche Macht begrenzt und Wettbewerb geschützt wird. Diese Tradition ist auch im CDU/CSU-Wahlprogramm 2025 erkennbar. Die Union verbindet Wettbewerb und Wachstum mit einem starken Sozialstaat, der Förderung von Eigentum und der europäischen Integration. Zugleich fordert sie eine Entlastung der Wirtschaft von Bürokratie und Steuern.

Die AfD verwendet ebenfalls den Begriff der Sozialen Marktwirtschaft. In ihrem Programm stehen Steuersenkungen, Deregulierung und nationale wirtschaftspolitische Eigenverantwortung im Vordergrund. Die Unterschiede zeigen sich dort, wo wirtschaftliche Freiheit auf gesellschaftliche Verantwortung und internationale Abhängigkeiten trifft. Wie wird Wettbewerb gegenüber marktbeherrschenden Konzernen gesichert? Welche Rolle spielen Sozialpartnerschaft und Arbeitnehmerrechte? Wie lassen sich Wohlstand und soziale Sicherheit finanzieren? Und welche wirtschaftspolitischen Entscheidungen können heute überhaupt noch ausschließlich auf nationaler Ebene getroffen werden?

Für die CDU ergibt sich daraus eine programmatische Herausforderung: Sie muss die Soziale Marktwirtschaft unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts konkretisieren. Die Marktmacht internationaler Digitalkonzerne, die Abhängigkeit von außereuropäischen Cloud-Anbietern, die Konzentration auf Energiemärkten und die wachsende Bedeutung industrieller Lieferketten stellen andere Anforderungen als die Wirtschaft der Nachkriegszeit. Eine moderne Soziale Marktwirtschaft müsste deshalb auch erklären, wie wirtschaftliche Freiheit gegenüber privater Marktmacht geschützt werden kann. Das ist eine Frage des Ordnungsrahmens und nicht allein der Höhe von Steuern oder der Zahl staatlicher Vorschriften.

Europa: Der grundlegende wirtschaftspolitische Unterschied

Besonders deutlich werden die unterschiedlichen Konzepte im Verhältnis zur Europäischen Union. CDU und CSU wollen den europäischen Binnenmarkt vertiefen, die Kapitalmarktunion voranbringen, den grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehr erleichtern und Europas Wettbewerbsfähigkeit stärken. Zugleich fordern sie Bürokratieabbau und eine klarere Aufgabenverteilung zwischen der EU und ihren Mitgliedstaaten. Die AfD verfolgt dagegen das Konzept eines Europas souveräner Nationalstaaten. Ihr Wahlprogramm stellt das bestehende Euro-System grundsätzlich infrage und fordert eine weitreichende Neuordnung der europäischen Zusammenarbeit.

Für den deutschen Mittelstand ist das eine wirtschaftspolitische Grundsatzfrage. Der europäische Binnenmarkt ermöglicht Unternehmen den Zugang zu einem großen gemeinsamen Wirtschaftsraum. Einheitliche Standards können Kosten senken, gemeinsame Regeln den Wettbewerb erleichtern. Zugleich verursachen europäische Vorschriften Belastungen, deren Nutzen und Verhältnismäßigkeit regelmäßig überprüft werden müssen. Eine Rückverlagerung von Kompetenzen auf die Nationalstaaten könnte bestimmte politische Entscheidungen näher an die Mitgliedstaaten bringen. Sie könnte aber auch neue Unterschiede bei Standards, Zulassungen und Marktzugängen entstehen lassen. Die wirtschaftlichen Folgen hängen entscheidend davon ab, welche gemeinsamen Regeln erhalten blieben.

Gerade eine exportorientierte Volkswirtschaft wie Deutschland muss diese Fragen konkret beantworten. Nationale Souveränität und wirtschaftliche Handlungsfähigkeit sind nicht zwangsläufig dasselbe.

Trump, die AfD und die Grenzen nationaler Wirtschaftspolitik

Der Vergleich mit Donald Trump ist vor allem dort aufschlussreich, wo nationale Interessen mit den Bedingungen einer international verflochtenen Wirtschaft kollidieren. Trumps handelspolitischer Ansatz setzt auf Zölle, wirtschaftlichen Druck und bilaterale Vereinbarungen. Die wirtschaftlichen Folgen solcher Maßnahmen betreffen nicht nur die unmittelbaren Handelspartner der Vereinigten Staaten, sondern auch Unternehmen, deren Lieferketten und Absatzmärkte international organisiert sind.

Zwischen der MAGA-Bewegung und der AfD bestehen politische Gemeinsamkeiten bei der Betonung nationaler Souveränität, der Kritik an Migration und der Ablehnung bestimmter internationaler Institutionen. Ihre Programme sind dennoch nicht identisch. Für den Mittelstand stellt sich die entscheidende Frage, welche Handlungsmöglichkeiten ein einzelner europäischer Nationalstaat gegenüber den Vereinigten Staaten, China und internationalen Digitalkonzernen besitzt und welche Möglichkeiten erst durch gemeinsames europäisches Handeln entstehen.

Europa als politische Gemeinschaft zu beschwören, genügt ebenso wenig wie die Berufung auf nationale Interessen. Entscheidend sind die konkreten Ergebnisse für Unternehmen, Beschäftigte und Verbraucher.

Russland und die Frage wirtschaftlicher Abhängigkeiten

Ein weiterer grundlegender Unterschied betrifft das Verhältnis zu Russland. Die AfD fordert in ihrem Bundestagswahlprogramm die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen, die Instandsetzung der Nord-Stream-Leitungen und die Wiederherstellung ungestörter Handelsbeziehungen. Die Ukraine sieht sie als neutralen Staat außerhalb von NATO und EU. CDU und CSU halten dagegen an der Unterstützung der Ukraine und an der europäischen Sicherheitskooperation fest.

Die wirtschaftspolitische Frage reicht über die Energiepreise hinaus. Deutschland hat erfahren, welche Risiken aus einer starken Abhängigkeit von einzelnen Energielieferanten entstehen können. Gleichzeitig belasten hohe Energiepreise die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und des Mittelstands. Eine tragfähige wirtschaftspolitische Konzeption muss deshalb Versorgungssicherheit, Energiepreise und außenpolitische Handlungsfähigkeit gemeinsam betrachten. Weder die bloße Wiederaufnahme früherer Handelsbeziehungen noch die Berufung auf europäische Solidarität beantwortet für sich genommen die Frage, wie Deutschland dauerhaft eine wettbewerbsfähige Energieversorgung sichern kann.

Die eigentliche Herausforderung der CDU: Der Abstand zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Die Wahlergebnisse vom 20. September 2026 verleihen dieser Frage zusätzliche Bedeutung. Die Union hat Deutschland über Jahrzehnte geprägt. Die Wiedervereinigung, die europäische Integration und die Entwicklung der Sozialen Marktwirtschaft sind mit ihrer Regierungsverantwortung verbunden. Doch die Berufung auf historische Leistungen beantwortet nicht die Frage, weshalb sich Teile der Bevölkerung wirtschaftlich und gesellschaftlich nicht mehr ausreichend vertreten fühlen.

Besonders in Ostdeutschland stellt sich die Frage nach wirtschaftlicher Teilhabe, regionaler Wertschöpfung und gesellschaftlicher Anerkennung. Die wirtschaftliche Entwicklung nach der Wiedervereinigung hat neue Chancen eröffnet, aber auch tiefgreifende Veränderungen von Eigentumsstrukturen, Unternehmenslandschaften und beruflichen Lebenswegen mit sich gebracht. Für die CDU stellt sich damit die Frage, wie sie ihre historische Rolle als Partei der deutschen Einheit heute mit einem konkreten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Angebot verbindet.

Auch der Mittelstand erwartet mehr als programmatische Bekenntnisse. Steuerentlastungen, Bürokratieabbau, bezahlbare Energie, funktionierende Infrastruktur und verlässliche Rahmenbedingungen gehören seit Jahren zu den wiederkehrenden Forderungen der Wirtschaft. CDU und CSU haben diese Themen im Wahlprogramm 2025 aufgegriffen. Die Bundesregierung hat entsprechende Vorhaben in ihrem Koalitionsvertrag mit der SPD vereinbart. Die entscheidende Frage ist nun, welche Veränderungen bei den Unternehmen tatsächlich ankommen.

Was kann die CDU aus dem Schicksal der Democrazia Cristiana lernen?

Die italienische Christdemokratie war nicht ausschließlich eine konservative Partei. Sie war eine politische Verbindung unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen. Ihr Niedergang zeigt, welche Bedeutung der Verlust einer solchen Integrationsfunktion für das Parteiensystem haben kann. Die CDU steht heute vor der Frage, ob sie ihre christlich-soziale, wirtschaftsliberale und konservative Tradition unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen weiterhin miteinander verbinden kann.

Daraus ergeben sich mehrere programmatische Aufgaben: die Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft angesichts internationaler Konzernmacht, die Verbindung von wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und sozialer Sicherheit, eine konkrete europäische Wirtschaftsstrategie und die stärkere Berücksichtigung regional unterschiedlicher Lebens- und Wirtschaftsbedingungen.

Die Auseinandersetzung mit der AfD ist dabei nur ein Teil der Herausforderung. Die CDU muss auch ihr Verhältnis zu Arbeitnehmern, Unternehmern, Selbstständigen, jungen Menschen und den gesellschaftlichen Gruppen klären, deren traditionelle Bindungen an die Volksparteien schwächer geworden sind. Die Geschichte der DC zeigt zudem, dass eine Volkspartei nicht allein durch ihren organisatorischen Fortbestand oder ihre Regierungsbeteiligung definiert wird. Entscheidend ist ihre Fähigkeit, gesellschaftliche Interessen politisch zu verbinden.

Fazit: Mecklenburg-Vorpommern verändert die Ausgangsfrage

Die Democrazia Cristiana verschwand nicht, weil ihre Wähler von einem Tag auf den anderen sämtliche christdemokratischen Überzeugungen aufgegeben hätten. Ihr gesellschaftliches und politisches Integrationsmodell zerfiel. Unterschiedliche Parteien übernahmen Teile ihrer bisherigen Wählerschaft. Die CDU befindet sich nicht in derselben historischen Situation. Deutschland verfügt über andere institutionelle Voraussetzungen, und die Ursachen des italienischen Parteizerfalls lassen sich nicht einfach auf die Bundesrepublik übertragen.

Mit dem Ausscheiden der CDU aus dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat der Vergleich jedoch eine neue Dimension erhalten. Der Verlust parlamentarischer Repräsentation ist nun keine theoretische Möglichkeit mehr, sondern in einem Bundesland politische Realität. Für die Union geht es dabei um mehr als konservative Positionen, eine restriktivere Migrationspolitik oder die Abgrenzung gegenüber der AfD. Es geht um die Verbindung von wirtschaftlicher Freiheit, sozialer Verantwortung, gesellschaftlichem Zusammenhalt und europäischer Handlungsfähigkeit.

Die Soziale Marktwirtschaft ist ein historischer Bestandteil dieser politischen Identität. Ihre konkrete Ausgestaltung unter den Bedingungen von Digitalisierung, Globalisierung, demografischem Wandel und geopolitischen Konflikten bleibt eine gegenwärtige Aufgabe. Der Vergleich mit der AfD macht sichtbar, wie unterschiedlich die Vorstellungen über Deutschlands wirtschaftliche und politische Zukunft sind. Der Vergleich mit der Democrazia Cristiana macht deutlich, welche Folgen es haben kann, wenn eine Volkspartei ihre verbindende gesellschaftliche Funktion verliert.

Mecklenburg-Vorpommern hat die Frage nach der Zukunft der CDU nicht beantwortet. Aber es hat gezeigt, dass selbst eine über Jahrzehnte etablierte Volkspartei ihre parlamentarische Verankerung verlieren kann.

Quellen und Grundlagen

Landeswahlleiter Mecklenburg-Vorpommern: Landtagswahl 2026
Landeswahlleiter Berlin:Amtliche Wahlergebnisse
CDU/CSU: Regierungsprogramm 2025
AfD:Bundestagswahlprogramm 2025
CDU, CSU und SPD:Koalitionsvertrag 2025
Bundeszentrale für politische Bildung: Politisches System Italiens und Geschichte der Democrazia Cristiana