KI im Bankengeschäft: Objectway und BEI St. Gallen verbinden Forschung und Praxis
Zwischen Altlasten und Aufbruch: Eine neue Kooperation will Künstliche Intelligenz vom Pilotprojekt in den Bank-Alltag bringen – mit echten Daten, klaren Anwendungsfällen und dem Schulterschluss von Forschung und Praxis.
Berlin/St. Gallen. KI gilt als Schlüsseltechnologie im Bankwesen – doch im Kernbankengeschäft steckt sie oft noch in den Startlöchern. Historisch gewachsene IT, fehlende Datenstrategien und kulturelle Vorbehalte bremsen die Umsetzung. Genau hier setzt die neue Partnerschaft zwischen Objectway und dem Competence Center for Future Financial Services am Business Engineering Institute (BEI) St. Gallen an: mit praxisnahen Use Cases, Whitepapern und einem Ökosystem-Ansatz, der alle Beteiligten an einen Tisch holt.
Wo Banken heute noch blockieren
- Technische Altlasten: Jahrzehntealte Kernsysteme verhindern oft agile KI-Integration.
- Datensilos: Wertvolle Informationen sind verstreut und schwer zugänglich.
- Fehlende Skalierung: Viele Pilotprojekte schaffen den Sprung in den operativen Betrieb nicht.
„Gerade bei KI im Core Banking fehlen oft konkrete Beispiele und transparente Daten“, sagt Karl im Brahm, CEO DACH bei Objectway. Ohne diese bleibe KI für viele Institute ein Konzept ohne Business-Impact.
Vom Pilot zum Produktivbetrieb
Das BEI St. Gallen bringt wissenschaftliche Exzellenz und Methodenkompetenz ein, Objectway liefert Praxisdaten und technologische Umsetzung. Gemeinsam wollen sie zeigen, dass KI mehr sein kann als ein Front-Office-Tool – nämlich ein Treiber für Prozessautomatisierung, Agilität und datenbasierte Entscheidungen im Kernbankengeschäft.
Für Mittelstandsbanken kann dies ein Wettbewerbsvorteil sein: schnellere Kreditentscheidungen, bessere Betrugsprävention, optimierte Liquiditätssteuerung – bei gleichzeitig klarer regulatorischer Absicherung.