Make America Governable: Warum Europas Modell nicht exportiert werden muss – sondern verstanden

Der britische Oxford-Historiker Peter Frankopan hat kürzlich in einem Interview eine Beobachtung formuliert, die in Europa oft empfunden, aber selten so nüchtern ausgesprochen wird: In den oberen Etagen von Finanzwelt, Tech-Konzernen und Management in New York herrscht eine bemerkenswerte Arroganz gegenüber Europa.

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Europas Schwäche ist hausgemacht – und älter als Scholz

Die wohlwollende Interpretation, der Bundeskanzler habe in den vergangenen Jahren „unter schwierigen Umständen solide geführt“, hält einer nüchternen Betrachtung nicht stand. Olaf Scholz hat nicht geführt. Er hat gezögert. Drei Jahre lang fehlte eine erkennbare Strategie – außenpolitisch, europapolitisch und sicherheitspolitisch. Diese Zeit ist verloren. Scholz wird rückblickend als Übergangskanzler in die Geschichte eingehen: verwaltend, abwartend, reaktiv. In einer Phase, in der Europa Führung gebraucht hätte, blieb Deutschland unentschlossenDas war kein taktisches Kalkül, sondern Ausdruck strategischer Leere.

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Die Merkel-Jahre: Biedermeier im 21. Jahrhundert

13 Jahre Stabilität wurden als politische Tugend gefeiert. Doch Stabilität ohne Strategie wird mit der Zeit zur Hypothek. Eine Einordnung der zentralen Versäumnisse – und warum Deutschland bis heute mit den Folgen ringt.

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Deal-Maker sind keine Friedensstifter

Die Sehnsucht nach einem schnellen Ende des Krieges in der Ukraine ist menschlich – und politisch gefährlich, wenn sie zur Illusion eines „Deal-Friedens“ wird. Wer Außenpolitik wie ein Immobiliengeschäft behandelt, verspricht zwar rasche Ergebnisse, produziert aber oft genau das Gegenteil: instabile Abmachungen, die den nächsten Konflikt vorbereiten.

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Europa kennt seine Macht – nutzt sie aber nicht

Nach der Vorstellung des neuen Sicherheitskonzepts der USA herrschte in Europa vor allem eines: Zurückhaltung. Nationale Regierungen reagierten vorsichtig, Brüssel blieb auffallend leise. Dieses Schweigen ist kein diplomatisches Detail – es ist symptomatisch.

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Berichten, was ist – nicht, was klickt

Die Presse als tragende Säule der Demokratie – und ihr Problem mit Social Media In der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik ist die Presse nicht Dekoration, sondern tragende Säule: Sie ordnet Fakten ein, trennt Wichtiges von Lautem und ermöglicht dem Parlament, auf einer informierten Grundlage zu entscheiden. Das klassische Leitmotiv „berichten, was ist“ hat genau das zum Ziel – nicht mehr und nicht Weniger.

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Wie deutsche Medien den politischen Diskurs verzerren

Social-Media-Logiken und die wachsende Gefahr für die demokratische Kultur. Die eigentliche Gefahr: nicht das Parlament, sondern die Medien. Der öffentliche Diskurs in Deutschland richtet seine Kritik gerne an Parteien, Fraktionen und einzelne Abgeordnete. Doch diese Fokussierung verschleiert den Kern der eigentlichen Entwicklung: Die Medien treiben heute die Politik, nicht umgekehrt.

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Bildung als Demokratierisiko: Was das neue US-Sicherheitspaket Europa lehren muss

Die neue nationale Sicherheitsstrategie des Weißen Hauses verschärft nicht nur den politischen Konflikt mit Europa – sie legt schonungslos offen, wie sehr ein geschwächtes Bildungssystem zum innenpolitischen Sicherheitsrisiko geworden ist. Für Europa und den Mittelstand ist das ein Warnsignal.

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