Soziale Medien? Nein danke –
Wie der Mittelstand seine digitale Souveränität zurückgewinnen kann
Von Jürgen E. Metzger
Veröffentlicht im Mittelstandsjournal • www.mittelstandsjournal.de
Von sozialen zu assizialen Medien
Was einst als demokratisierendes Kommunikationsmittel begann, ist heute zum digitalen Elendsviertel verkommen: Die sogenannten sozialen Medien – Facebook, Instagram, TikTok, X (vormals Twitter) – sind längst asoziale Werbemaschinen im Dienste weniger US-Tech-Oligopole.
Der Mythos von der „sozialen“ Vernetzung
Die Grundidee war verlockend: Plattformen, auf denen Menschen frei kommunizieren, Unternehmen Kunden direkt
erreichen und alle voneinander lernen können. Doch die Realität ist eine andere:
- Algorithmen fördern Extreme, nicht Austausch.
- Inhalte ohne Werbebudget verschwinden im digitalen Lärm.
- Desinformation und Fake News gedeihen ungehindert.
Sichtbarkeit gibt es nur noch gegen Bezahlung. Und selbst dann bleibt die Kontrolle über Reichweite, Wirkung und Zielgruppen in fremder Hand.
Mittelstand in der Plattform-Falle
Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben sich in eine digitale Abhängigkeit begeben. Wer nicht regelmäßig postet, verliert Sichtbarkeit. Wer nicht zahlt, wird nicht gefunden. Die Folgen:
- Organische Reichweite auf Facebook & Co. liegt bei unter 2 %.
- Werbekosten steigen, während echte Interaktionen sinken.
- Datenhoheit liegt bei Meta, Alphabet und TikTok – nicht beim Unternehmen selbst.
Was sind die Alternativen für KMU?
Der Mittelstand braucht keine Abhängigkeit von Konzernen in Kalifornien oder Shenzhen. Er braucht digitale Souveränität:
- Eigene Plattformen wie Website, Blog, Shop und Newsletter stärken.
- Kooperation mit seriösen Fachmedien statt Influencer-Marketing.
- Kundennähe durch Service und Qualität, nicht durch Likes.