Zecken: Klein, aber gemein – Tipps zum Schutz und zur Vorsorge
Von April bis Oktober lauert im Unterholz und hohen Gras eine unterschätzte Gefahr: Zecken. Kaum größer als ein Apfelkern, aber potenziell lebensgefährlich. Denn Zecken übertragen Krankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose – mit zum Teil dauerhaften Folgen für die Gesundheit.
Wo Zecken lauern – und wie sie zuschlagen
Zecken leben bevorzugt in feuchten, schattigen Biotopen: an Waldrändern, auf Wiesen, im Gebüsch und in Parks. Sobald ein potenzieller Wirt – Mensch oder Tier – vorbeikommt, klammern sie sich an dessen Kleidung oder Haut. Bevorzugte Einstichstellen sind Achseln, Leiste, Kniekehlen, Bauchnabel oder Haaransatz.
Durch ein betäubendes Sekret bleibt der Stich oft unbemerkt. Die Erreger werden meist erst nach mehreren Stunden übertragen – darum ist schnelles Handeln gefragt.
Zecken richtig entfernen – das ist wichtig
- Nach jedem Aufenthalt im Grünen gründlich absuchen.
- Zecke mit einer feinen Pinzette oder Zeckenzange hautnah greifen und langsam herausdrehen – nicht quetschen!
- Auf keinen Fall Öl, Klebstoff oder Alkohol verwenden – das erhöht die Infektionsgefahr.
Die Einstichstelle sollte über mehrere Wochen beobachtet werden. Zeigt sich eine Rötung oder ringförmige Hautverfärbung („Wanderröte“), ist sofort ein Arzt aufzusuchen.
FSME-Impfung & Unfallversicherung – doppelt vorsorgen
Gegen FSME kann man sich impfen lassen – besonders in Risikogebieten (z. B. Bayern, Baden-Württemberg) wird die Immunisierung dringend empfohlen. Gegen Borreliose gibt es keinen Impfstoff – hier hilft nur die frühe Behandlung mit Antibiotika.
Was viele nicht wissen: Bleiben dauerhafte Gesundheitsschäden zurück, kann eine private Unfallversicherung helfen. Doch Vorsicht: Nicht alle Policen decken Zeckenbisse automatisch ab. Hier lohnt sich eine Nachfrage beim Versicherer.
Fazit: Wachsam bleiben und vorbereitet sein
Wer sich viel in der Natur aufhält, sollte Vorsichtsmaßnahmen treffen – durch Kleidung, regelmäßige Kontrollen, Impfungen und Versicherungscheck. So bleibt der Aufenthalt im Grünen unbeschwert.
Weitere Informationen: www.huk.de