Wie man mit Parolen das Denken eines Volkes kapert

Alice Weidel und Tino Chrupalla sind nicht dumm. Gerade das macht ihre Sommerinterviews so aufschlussreich. Beide wissen, dass eine Parole schneller in die Köpfe gelangt als ein Argument. Also reduzieren sie komplizierte Zusammenhänge auf Feindbilder, verdächtige Zahlen und scheinbar einfache Lösungen. Weidel gibt die eiskalte Rechnerin, Chrupalla den Mann mit dem gesunden Volksempfinden. Das Ergebnis ist dasselbe: Politik wird nicht erklärt, sondern emotional eingespritzt.

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Führt der Bankrotteur Trump auch die USA in den Bankrott?

Donald Trump war nie ein erfolgreicher Unternehmer im klassischen Sinne. Sein eigentliches Geschäftsmodell bestand darin, Größe zu inszenieren, Risiken mit fremdem Geld zu finanzieren und Verluste auf Banken, Geschäftspartner oder Investoren abzuwälzen. Nun verfährt er mit den Vereinigten Staaten ähnlich. Einen förmlichen Staatsbankrott wird das Land vermutlich vermeiden können. Doch der wirtschaftliche und institutionelle Schaden kann kaum geringer sein.

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188.000 Betriebsschließungen: Deutschland verliert seine wirtschaftliche Substanz

Die Zahl der Unternehmensschließungen ist auf den höchsten Stand seit fast 20 Jahren gestiegen. Besonders alarmierend: Es verschwinden nicht nur insolvente Betriebe. Zunehmend geben auch wirtschaftlich gesunde Unternehmen auf – häufig still, ohne Insolvenzverfahren und weitgehend unbeachtet von Politik und Öffentlichkeit.

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Deutschland ohne Kompass: Welche Geschichte will Merz eigentlich erzählen?

China hat eine Erzählung. Die USA haben eine. Russland ebenfalls. Deutschland dagegen diskutiert über Wachstum, Steuern, Rente, Energie, Migration, Verteidigung und künstliche Intelligenz – ohne daraus ein Bild davon zu entwickeln, wie dieses Land in zehn oder zwanzig Jahren aussehen soll. Genau darin liegt vielleicht die größte Enttäuschung über die Regierung Merz: Es fehlt nicht an Maßnahmen. Es fehlt das Ziel, das sie miteinander verbindet.

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Geschäftsreisen im Krisenmodus

Luftraumsperrungen, Extremwetter, politische Konflikte und Cyberangriffe können Reisepläne innerhalb weniger Stunden zunichtemachen. Gerade mittelständische Unternehmen brauchen deshalb ein belastbares Risikomanagement. Denn wer Mitarbeiter ins Ausland schickt, trägt Verantwortung – auch dann, wenn Fluggesellschaften, Buchungsportale und Chatbots nicht mehr weiterhelfen.

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Compliance ist gelebte Soziale Marktwirtschaft

Eine aktuelle NAVEX-Studie bescheinigt deutschen Unternehmen eine vergleichsweise starke ethische Grundhaltung. Doch zwischen dem Bekenntnis der Unternehmensspitze und der täglichen Praxis klaffen erhebliche Lücken. Dabei ist Compliance weit mehr als bürokratische Pflichterfüllung: Sie gehört zum Fundament einer Sozialen Marktwirtschaft, die wirtschaftliche Freiheit mit Verantwortung verbindet.

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Rüstungsmilliarden: Deutschlands zweite Chance

Deutschland investiert so viel in seine Verteidigung wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Doch nach Berechnungen des Kiel Instituts für Weltwirtschaft fließt der weit überwiegende Teil der Beschaffung weiterhin in traditionelle Systeme. Gleichzeitig steckt Deutschlands Automobil- und Zulieferindustrie in einer tiefen Transformation. Es wäre ein schwerer industriepolitischer Fehler, beide Entwicklungen getrennt voneinander zu betrachten.

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Mehr Markt – aber für wen?

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche verspricht mehr Markt in der Energiepolitik. Doch während große Energiekonzerne ungehindert passieren, bleiben Handwerk, Landwirtschaft, Familienbetriebe und private Energieerzeuger vor dem engen Seiteneingang stehen. Und der Kanzler hält der Ministerin den Rücken frei.

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